WÄRMESTUBE

SAARBRÜCKEN

Wärmestube Saarbrücken verabschiedet Haushalt 2019

180.000 Euro für Arbeit und Beschäftigung von Obdachlosen

Die Wärmestube Saarbrücken hat den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet und die Spendenaktion 2019 eröffnet

Saarbrücken, 23.11.2018 - Bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Initiativkreises Wärmestube Saarbrücken e.V. haben die Mitglieder unter anderem den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet und Mittel in Höhe von 180.000 Euro für die Weiterführung der Beschäftigung von zehn ehemaligen Obdachlosen und Gästen der Wärmestube bereitgestellt. „Wir haben diese Entscheidung im Vertrauen darauf getroffen, dass wir – wie in den vergangenen Jahren – genügend Spenden erhalten, um den Weg der erfolgreichen Integration von ehemals Obdachlosen in eine existenzsichernde und gesellschaftlich sinnvolle Arbeit und Beschäftigung weiterhin fortsetzen zu können“, sagt der Vorsitzende Stephan Manstein.

Unterstützung könnte indes perspektivisch auch von anderer Seite kommen – durch ein geplantes Bundesgesetz: Langzeitarbeitslose können ab 2019 wieder hoffen, eine Beschäftigung zu finden, die nicht wie bei den Ein-Euro-Jobs oder dem einstigen Bürgergeld spätestens nach einem Jahr enden muss. Ermöglichen soll dies das so genannte Teilhabechancen-Gesetz, das Anfang kommenden Jahres in Kraft tritt. Die saarländische Arbeitsministerin Anke Rehlinger (SPD) hat zur konkreten Umsetzung vor Ort einen saarländischen Beschäftigungspakt ins Leben gerufen. Rund 30 Institutionen gehören diesem Bündnis an, unter anderem die Arbeitsagentur, die Jobcenter, die Vertreter der Kreise und Kommunen, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Arbeitskammer, die Kirchen und diejenigen, die seit Jahren öffentlich geförderte Arbeit organisieren.

Stephan Manstein begrüßt die Initiative ausdrücklich und betont: „Wir von der Wärmestube machen genau das schon lange und haben nicht darauf gewartet, bis die Politik die notwendigen Rahmenbedingungen setzt. Neben einem warmen Platz und etwas zu essen haben wir für unsere Gäste auch das Thema Beschäftigung in den Blick genommen, da wir der Meinung sind, dass viele von ihnen in der Lage sind, an einer geeigneten Stelle einer Arbeit nachzugehen und dies auch engagiert und verlässlich tun.“ So haben mittlerweile zehn ehemalige Gäste in der Wärmestube selbst einen sozialversicherungspflichtigen Job gefunden – sie arbeiten im so genannten Service-Team, das sich um den Thekendienst, die Küche und die Reinigung kümmert. „Wir haben schon oft vor dem Problem gestanden, dass die Gäste in einer von Seiten der Arbeitsagentur geförderten Maßnahme waren, die dann nach einer bestimmten Zeit abgelaufen ist. Dann stellte sich immer wieder die Frage: Was nun? Wir haben uns dazu entschieden, die Menschen weiter zu beschäftigen, und zwar ohne Zuschüsse und haben auf diese Weise sozusagen unser eigenes Programm aufgelegt – finanziert allein durch unsere Spenden.“

Beschäftigung ist in Mansteins Augen ein äußerst wichtiger Baustein im Hinblick auf die Integration, die Chancen und Perspektiven der betroffenen Menschen. „Das Bundesprogramm ist also wirklich mehr als begrüßenswert, kommt für uns aber ein wenig zu spät. Wir sind überzeugt von der Wirksamkeit des Weges, den wir bisher eingeschlagen haben und hoffen darauf, genügend Spenden akquirieren zu können, um diesen zehn Menschen weiterhin eine berufliche Perspektive bieten zu können.“

Wer für die Wärmestube spenden möchte,
kann das bei der Sparkasse Saarbrücken tun unter
IBAN: DE 83 590 501 01 0000 690040 BIC: SAKS DE 55